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Der Pfifferling 
Der Pfifferling (Cantharellus Cibarius) ist benannt nach dem französischen Naturarzt Bauhin, der ihn aufgrund seiner Form „Chanterelle“ nannte. In dessen Dialekt hieß das soviel wie „kleiner Pokal“, das war bereits im 15.Jahrhundert. Die Bezeichnung „Cibarius“ heißt „zum Essen gehörig, essbar“. Ein weiterer Name der dem Pilz gegeben wurde ist „Eierschwamm“ wegen seiner Dotterfarbe die dem Eigelb nahe kommt. In der Mundart spricht man auch von „das ist keinen Pfifferling wert“ und meint damit irgendetwas von niedrigem Wert oder schlechter Qualität.
Wie sieht der echte Pfifferling aus?Der Hut:Er wird 2-12 cm breit, am Anfang ist er halbkugelig, wölbt sich mit der Zeit immer mehr hoch und drückt sich schließlich in der Mitte nieder. Die Oberfläche ist matt und fühlt sich glatt an. Die Farbe ist wie schon erwähnt „dottergelb“ oder Orangegelb. Der Rand bleibt lange leicht eingerollt und nimmt dann gewellte Formen an (wie ein kleiner Pokal) Die Leisten:
Die leicht welligen Leisten (nicht Lamellen) laufen weit am Stiel herab und gabeln sich relativ häufig. Die Farbe ist gleich dem Hut.Der Stiel:Der Stiel des Pfifferlings ist 3-6cm lang und wird bis zu 2cm dick. Er ist meist etwas blasser als der Rest des Pilzes und verjüngt sich nach unten.
Das Fleisch:Das Fleisch ist fest, im Stiel faserig und kompakt. Es richt fruchtig uns schmeckt im Rohzustand leicht säuerlich.Die Sporenpulverfarbe ist blaßockergelb
Wo findet man die Fruchtkörper des Pfifferlings? Er gedeiht im Laub- und Nadelwald, wobei mein Tipp ist in alten Wäldern unter jungen Eichen zu suchen, dort wächst er meiner Meinung nach am liebsten. Aber auch unter Fichten im Moos und im hohen Gras ist er anzutreffen. In manchen Jahren bereits im Juni anzutreffen, ansonsten von Juli bis Oktober. Meine Erfahrung zeigt, dass man in Laubwäldern (Eichenwäldern) ende Juli die besten Karten hat. Das sollte man aber nicht als Faustfomel nehmen sondern selber genau hinschauen wo er in welchem Jahr vorkommt. Überdies wird der Pfifferling als „treuer“ Pilz bezeichnet, weil er immer am selben Ort wächst. Aus diesem Grund sollte man nicht unbedingt sein Fundstelle an den großen Nagel hängen und nur weitläufige Angaben machen, wird man gefragt. In etwas älteren Büchern noch als weit verbreitet deklariert, ist der Bestand des Pfifferlings gerade in den letzten Jahren (durch Umweltverschmutzung und Abholzung der alten Wälder)Stark zurückgegangen. In manchen Regionen soll er mittlerweile ganz fehlen. Das ist sehr bedauerlich, doch an manchen Stellen findet man es noch, das „Gold des Waldes“.Zu erwähnen ist, dass der Pfifferling nicht unbedingt gleich der Pfifferling sein muss, sondern das sich diese Arte variieren kann, was das Aussehen betrifft. So sehen Pfifferlinge die unter Eichen wachsen anders aus, als solche die unter Buchen zu finden sind. Eine Herbstart soll sogar einen Hut mit violetten Fransen tragen, solche sind mir aber bis jetzt noch nie unter gekommen. Wie ist sein Geschmack? Der Pfifferling ist mit dem Champignon zusammen der wohl bekannteste Speisepilz und bei Feinschmeckern in der ganzen Welt beliebt. Sein weißliches Fleisch ist im Rohzustand etwas sauer, nach dem Kochen aber sehr delikat. Der Geruch wird häufig als fruchtig, aromatisch, pfefferähnlich oder kräftig beschrieben. Ich persönlich würde den Geruch auch eher als fruchtig beschreiben, aber auf seine ganz spezielle Art und Weise.Besonders lecker ist der Pfifferling als Rühreizugabe oder mit Omeletts. 
Kann der Pfifferling mit anderen Pilzen verwechselt werden? Ja, das kann er durchaus und nicht umsonst nennt man ihn auch „echten Pfifferling“.Der Falsche Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca) ist Verwechlsungsart Nummer 1.Aber auch der Samtige Leistling(Cantharellus friesii) und der sehr seltene Amethystpfifferling (Cantharellus cibarius var. Amethysteus) könnten zu Verwechslungen führen, genau wie der ebenfalls in Deutschland seltene Ölbaumpilz (Omphalotus olearius) Ist das wahr oder falsch ? Stimmt es,dass es einen Tropischen Pfifferling gibt ? RICHTIG: Der sogenannte "Gepunktete Pfifferling" (Cantharellus Rufopunctatus). Er wird öfters für einen "europäischen Pfifferling" gehalten. Er wächst in Tropenwäldern südlich des Äquators, sein Geschmack soll fruchtig sein- unserem Pfifferling ähnlich. Stimmt es, dass alle Pfifferlinge fast dieselbe Größe haben?FALSCH: Es gibt Pfifferlinge, die 10-12 cm Hutbreite erreichen, andere so genannte Zwergarten werden höchsten 2cm groß! Stimmt es,dass Pfifferlinge mehr Sporen produzieren als andere Pilze?FALSCH: Eher das Gegenteil ist der Fall, der Pfifferling produziert weniger Sporen als andere Pilze,da sich die Produktion des Sporen über Monate hinzieht. Stimmt es, dass manche Pfifferlinge weiß sind?RICHTIG: Wenn ein Pfifferling nur sehr wenig Sonne bekommen und entsprechend klein ist, so das er gut im Moos getarnt ist, dann ist er mehr blass und cremeweiß und sogar sein Fleiß ist dann nahezu weiß! Bekommt ein Pfifferling viel Sonne ist seine Farbe in einem kräftigen Orangeton.Stimmt es, dass das „ernten“ von winzigen Pfifferlingen, den Bestand akut gefährdet?RICHTIG: Und genau deswegen ist es sehr verpönt kaum 1 cm große Pfifferlinge aus dem Boden zu kratzen, das der Pilz in diesem Stadium noch nicht streuen kann und somit der „kleine Pokal“ gefährdet wird. Deswegen die kleinen Pilzchen unbedingt stehen lassen!
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